Hohe Werbeakzeptanz: Mehrheit der Bevölkerung lehnt Werbereduzierung bei ARD und ZDF ab

Werbeakzeptanz

Der ganz überwiegende Teil der Bevölkerung in Deutschland findet Werbung als Finanzierungsbestandteil des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wichtig und sinnhaft. Eine repräsentative, von GfK Media & Communication Research durchgeführte Studie, von der jetzt die ersten Ergebnisse vorliegen, kommt zu einem klaren Befund, wenn es um die Einstellung der Deutschen zu Rundfunkwerbung geht: Auf die Frage, ob sie für weniger Fernsehwerbung in ARD/ZDF bereit wären, einen höheren Rundfunkbeitrag zu zahlen, antworten 77,3 Prozent der Befragten mit nein. 50 Prozent plädieren sogar für eine Ausweitung der TV-Werbung auf die Zeit nach 20 Uhr, wenn dadurch der Rundfunkbeitrag sinken würde. Bei den Radiohörern liegt der Zustimmungswert für eine Ausweitung der Werbezeiten im Radio bei 54 Prozent, würde dadurch der Rundfunkbeitrag niedriger ausfallen.

Ein wichtiger Aspekt in der Rundfunkfinanzierung berührt den Bereich des Sportrechte-Erwerbs: 67,8 Prozent der Befragten akzeptieren die Werbung, um besondere Sportrechte für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu sichern. Nur 17,5 Prozent finden die Übertragungen im Bezahlfernsehen und bei Privatsendern ausreichend.

„Die repräsentative Befragung der Marktforscher ist ein klares Votum für die aktuelle Regelung, die den Beitragszahler entlastet und die Mischfinanzierung auf ein solides Fundament stellt“, erklärt Bernhard Cromm, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der ARD-Werbegesellschaften. „Im Sommer 2015 sehen sich die Menschen auch hierzulande mit vielen elementaren Fragen konfrontiert, bei denen die Politik um Lösungen ringt. Bei den hohen  Zustimmungswerten darf man sich nicht wundern, dass die ganz große Mehrheit der Bevölkerung keinerlei Interesse an der Diskussion über Werbereduzierung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zeigt.“

Steckbrief:

Repräsentative Studie zur Werbeakzeptanz
Durchf. Institut: GFK Media & Communication Research, Wiesbaden
Auftraggeber: ARD-Werbung SALES & SERVICES
Feldzeit: 28 Mai bis 8. Juni 2015
Zahl der Befragten: Repräsentative Stichprobe von 1009 Befragte ab 14 Jahren
Methode: Telefonische, computergestützte Interviews (CATI)