NDR2: Holger Ponik und Ilka Petersen

Hörer, mit denen man auch mal gern ein Bier trinken geht …

Name: Ilka Petersen und Holger Ponik
Morningmoderator seit: 2007
Sender: NDR2

Der 7-jährige Sohn einer Freundin fragt Sie, was Sie eigentlich so beim Radio machen. Was antworten Sie ihm?

Wir wecken die Menschen, begleiten sie durch den Morgen und sorgen dafür, dass sie fröhlich und mit allen wichtigen Informationen darüber, was auf der Welt so passiert, in den Tag starten.

Ein Tag als Moderatorin/Moderator. Wie sieht der aus?

Früh aufstehen, so gegen 3 Uhr. Sendung von 5 bis 10 Uhr. Dann Konferenzen, Besprechungen und Vorproduktionen bis ca.12 Uhr. Dann schnell ab nach Hause, die Familie wartet schon, essen, ein kleiner Mittagsschlaf und 17 Uhr telefonische Konferenz. Danach Freizeit und– für die meisten wahrscheinlich gewöhnungsbedürftig – um 22 Uhr wieder ins Bett.

Wenn Ihr Radiosender ein Raumschiff wäre, was wäre dann Ihre Funktion als Besatzungsmitglied? Und warum?

Wir wären sowohl im Maschinenraum als auch im Cockpit. Im Maschinenraum, weil wir die Sendung selbst fahren und alle Instrumente dafür bedienen. Und vorn im Cockpit, weil bei uns alles zusammenläuft und wir auch das Ergebnis aller Bemühungen präsentieren.

Die fünf wichtigsten Eigenschaften für eine gute Moderatorin/einen guten Moderator?

1. schnell im Kopf sein
2. gern früh aufstehen
3. offen und flexibel sein
4. immer informiert sein
5. gut und gern im Team arbeiten

Ein liebgewonnenes Ritual in Ihrem Beruf?

Unser Balkongespräch mit Kaffee vor der Sendung.

Ein ganz persönlicher Radio-Moment in Ihrem Leben?

Der Deutsche Radiopreis 2012 für die beste Morgensendung – das hat uns sehr gefreut.

Eine Freundin/ein Freund möchte Sie für zwei Wochen in Hamburg besuchen. Was soll sie/er unbedingt machen? Und was empfiehlt sich Ihres Erachtens gar nicht?

Man sollte nicht um 3 Uhr in der Früh mit uns aufstehen – in den ersten Minuten des Tages lieben wir die Ruhe. Aber gern kann man uns am Abend zuvor eine schöne Morgenstulle mit Salat und Käse schmieren. Die nehmen wir dann morgens mit in den Sender.

Ihr Besuch möchte sich in Ihrem Sendegebiet ins Nachtleben stürzen. Wo schicken Sie ihn hin?

In die legendäre „Thai Oase“ – eine Karaoke-Bar auf dem Kiez in Hamburg. Aber bitte auf Wertsachen wie Jacken und Taschen aufpassen!

Was zeichnet einen Hörer von NDR2 aus?

Sie/er ist gern gut informiert, lacht gern und ist jemand, mit der/dem man auch gern mal ein Bier trinken geht.

Warum sollte der Norden Ihren Sender hören?

Weil man bei uns hört, dass wir wirklich Spaß am Job haben und authentisch sind. Und norddeutscher geht es eigentlich nicht.

Bei welcher Radio-Werbung hören Sie genauer hin?

Bei der Radio-Werbung für Radio-Werbung – die ist immer lustig.

Was macht die Radio-Landschaft im Norden so reizvoll?

Für uns? Man trifft überall alte Kollegen.

Warum und wie bleibt Radio trotz der Konkurrenz durch neue Medien ein wesentliches Kommunikationsmedium?

Weil es menschlich und direkt ist. Und man kann es so schön im Auto hören, bei der Arbeit oder während man etwas anderes tut.

Drei Songs, die ein echter Radiomacher kennen/spielen/lieben muss?  Und einer, den man gern abschaffen könnte?

1. Madcon: Don't Worry
2. Pharell Williams: Happy
3. Andreas Bourani: Ultraleicht
Abschaffen: James Blunt: Stay The Night und Lana Del Rey: Summertime Sadness

Welches ist die peinlichste CD/mp3 in Ihrer Sammlung?

Holger: Thomas Anders – Different
Ilka: Best Of Bonnie Tyler

Was halten Sie für den nächsten Trend aus dem Norden?

Single-Strandkörbe

Nennen Sie uns Ihren ganz persönlichen musikalischen Geheimtipp!

Ilka: The Overtones
Holger: Diane Birch – Speak A Little Louder

Mal abgesehen vom Meer und von den großen Städten – welchen Ort muss man im Norden unbedingt besucht haben?

Ilka: Bremen
Holger: Nieblum auf Föhr