Audioversum 2020

Die Digitalisierung wirbelt die Medienwelt durcheinander und macht auch vor Audio nicht halt. Die sich aus dem Fortschreiten der Digitalisierung ergebenden Konsequenzen sind ungewiss: Digitalisierung kann besonders schnell oder langsam vonstattengehen – und sie kann unterschiedlichste Richtungen einschlagen. Daher stellt sich die Frage, was dies für die Mediengattung Audio und ihre Teilbereiche Radio, Musik, Podcasts und Hörbücher bedeutet.

Radio, Musik und Podcasts im digitalen Transformationsprozess

Der Anspruch der folgenden Studie besteht darin, die gesamte Audionutzung einschließlich Radio-, Podcast-, Hörbuch- und auch werblich nicht relevanter Musiknutzung zu erfassen, um ein ganzheitliches Bild der Audionutzung aufzeigen zu können.

Daher wurde ein besonderer Fokus auf die fundamentalen Veränderungen der Audiowelt gelegt, die durch den Prozess der Digitalisierung verursacht werden. Um diesen Begriff auf die Audiowelt zu übertragen, wurden zwei Dimensionen spezifiziert: Die Inhaltsform, also die Unterscheidung zwischen Musik und Wort, und der Ausspielweg, also Live-Programm sowie die Möglichkeit des individuellen, zeitunabhängigen Zugriffs auf Audioinhalte (On-Demand).

Bedeutsam für die Entwicklung der Audionutzung ist unter anderem die Geräteausstattung: Laut der Studie haben 99 Prozent der Bevölkerung Zugang zu mindestens einem radiofähigen Endgerät, 96 Prozent zu einem Endgerät zur individuellen Musiknutzung sowie 93 Prozent zu einem podcastfähigen Endgerät. Die wachsende Vielfalt an Zugangsmöglichkeiten führt zu entsprechend intensiver Nutzung, was Audio insgesamt zugutekommt.

Die fortschreitende Digitalisierung wirkt sich der Studie zufolge am stärksten auf den Musikmarkt aus. Hier ist eine Binnenverschiebung von der tonträgerbasierten zur streamingbasierten Nutzung und dem damit einhergehenden Wandel der Finanzierungsmodelle zu beobachten. Im Vergleich zum Musikmarkt zeigte sich in der Befragung die große Stabilität des Radiomarktes. Klassisches Radio erreicht über alle Verbreitungswege täglich 54 Millionen Personen. Livestreaming wird hingegen täglich nur von 3,5 Millionen Menschen zum Hören klassischer Radioprogramme genutzt. 0,5 Millionen Personen hören täglich Web-only-Radios. Aufgrund dieses Hörerverhaltens ist auch der Radio-Werbemarkt entsprechend stabil.

Download der vollen Studie: Das Audioversum 2020

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